Institute of Theoretical Informatics

Umstrukturierung des Lehrangebots in den Jahren 2020-2022

Die Arbeitsgruppe für Kryptographie und IT-Sicherheit plant eine Umstrukturierung des eigenen Lehrangebots. Die Umstrukturierung beginnt im Sommersemester 2020 und endet voraussichtlich im Wintersemester 2021/22. Im Zuge der Umstrukturierung werden einige Lehrveranstaltungen entfallen oder in niedrigerer Frequenz angeboten. Im Gegenzug werden neue Lehrveranstaltungen angeboten.

Auf dieser Seite möchten wir interessierte Studierende über die Umstrukturierung informieren. Bei Rückfragen zur Umstrukturierung wenden Sie sich bitte an Gunnar Hartung.

Alle hier genannten Vorlesungen richten sich an Studierende im Master-Studiengang Informatik.

Überblick

Die Vorlesungen „Ausgewählte Kapitel der Kryptographie”, „Asymmetrische Verschlüsselungsverfahren”, „Beweisbare Sicherheit”, „Digitale Signaturen” und „Symmetrische Verschlüsselungsverfahren” entfallen oder laufen aus.

Die Vorlesungen „Komplexitätstheorie mit Anwendungen in der Kryptographie”, „Kryptographische Wahlverfahren” und „Signale und Codes” werden künftig nicht mehr jährlich angeboten.

Anstelle der bisherigen Vorlesungen werden vier neue Vorlesungen aufgebaut:

  • Theoretische Grundlagen der Kryptographie
  • Authentisierung und Verschlüsselung
  • Kryptographische Protokolle
  • Universell komponierbare Sicherheit

Die bestehenden Praktika werden unverändert weiter angeboten.

Details zu neu eingeführten Vorlesungen

Anstelle der bisherigen Vorlesungen werden die folgenden neuen Vorlesungen eingeführt:

  • Theoretische Grundlagen der Kryptographie (6 ECTS, jährlich im Wintersemester, erstmalig im Wintersemester 2020/21). In dieser Vorlesung werden Grundlagen der Kryptographie vermittelt, die für weiterführende Vorlesungen benötigt werden. Zu den Themen zählen Einwegfunktionen, die Erzeugung von Pseudozufall, theoretische Konstruktionen von symmetrischer Verschlüsselung, praktische Konstruktionen von symmetrischer Verschlüsselung (insbesondere Blockchiffren und ihre Betriebsmodi),  asymmetrische Verschlüsselung, digitale Signaturen, Hashfunktionen und das Diffie-Hellman-Schlüsselaustauschprotokoll.
  • Authentisierung und Verschlüsselung (4 ECTS, jährlich im Sommersemester, erstmalig im Sommersemester 2020). Basierend auf der Vorlesung „Theoretische Grundlagen der Kryptographie” werden hier Themen aus dem Bereich der Authentisierung (insbesondere digitale Signaturen) und Verschlüsselung tiefergehend betrachtet.
    Diese Vorlesung kann nicht gemeinsam mit der bestehenden Vorlesung „Digitale Signaturen” geprüft und angerechnet werden.
  • Kryptographische Protokolle (3 ECTS, jährlich im Sommersemester, erstmalig im Sommersemester 2021). In dieser Vorlesung werden komplexere kryptographische (Netzwerk-)Protokolle betrachtet, insbesondere Commitments, Oblivious-Transfer-Protokolle, Zero-Knowledge-Beweissysteme und Multi-Party-Computation. Kenntnisse aus der Vorlesung Theoretische Grundlagen der Kryptographie werden vorausgesetzt.
  • Universell komponierbare Sicherheit (3 ECTS, jährlich im Wintersemester, erstmalig im Wintersemester 2021/22). Thema dieser Vorlesung sind fortgeschrittene Themen der Untersuchung von kryptographischen Netzwerkprotokollen, insbesondere hinsichtlich universell komponierbaren Protokollen. Es werden Kenntnisse aus der Vorlesung „Kryptographische Protokolle“ vorausgesetzt.

Details zu bestehenden Lehrveranstaltungen

  • Die Vorlesung „Ausgewählte Kapitel der Kryptographie” entfällt. Ein Teil der Themen wird in der neu geschaffenen Vorlesung „Theoretische Grundlagen der Kryptographie” aufgegriffen. Weitere Teile finden Eingang in die neue Vorlesung „Kryptographische Protokolle”.
  • Die Vorlesung „Asymmetrische Verschlüsselungsverfahren” wird eingestellt. Teile der Vorlesung gehen in die neu geschaffene Vorlesung „Theoretische Grundlagen der Kryptographie” ein.
  • Die Vorlesung „Beweisbare Sicherheit in der Kryptographie” wird nicht mehr angeboten. Teile der Inhalte gehen in die neu geschaffene Vorlesung „Authentisierung und Verschlüsselung” ein.
  • Die Vorlesung „Digitale Signaturen” wird nicht mehr angeboten. Ein großer Teil der Inhalte der Vorlesung findet Eingang in die neu geschaffene Vorlesung „Authentisierung und Verschlüsselung”.
  • Aufgrund der großen Überschneidung der Vorlesungen „Digitale Signaturen” und „Authentisierung und Verschlüsselung” ist es nicht möglich beide Vorlesungen zu prüfen und anrechnen zu lassen.
  • Die Vorlesungen „Komplexitätstheorie mit Anwendungen in der Kryptographie”, „Kryptographische Wahlverfahren” und „Signale und Codes” werden zukünftig in unregelmäßigen Abständen, voraussichtlich in einem Zwei-Jahres-Zyklus angeboten.
  • Die Vorlesung „Symmetrische Verschlüsselungsverfahren” wird im Sommersemester 2021 letztmalig angeboten. Teile der Vorlesung gehen ein in die neu geschaffene Vorlesung „Theoretische Grundlagen der Kryptographie”. Weitere Teile der Vorlesung werden als „Seminar Kryptoanalyse” weitergeführt.