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Aktuelles

Molekülabfolge als Passwort

Jeder hat sie in mehreren Ausführungen und in unterschiedlichen Sicherheitsstufen: Passwörter. Sie gelten als Schutz wichtiger Daten und sind aus unserem Leben nicht wegzudenken. Wurde das Passwort jedoch gestohlen, erraten oder errechnet liegen diese vermeintlich geschützten Daten offen. KIT- und ITI-Mitarbeiter  arbeiten derzeit an einer neuen Idee: der Verschlüsselung durch organische Moleküle. In der Abfolge der einzelnen Bausteine soll das Passwort als Binärcode verschlüsselt werden.

21. E-Voting Kolloquium in Karlsruhe

Am 9.-10.April 2018 findet am Karlsruher Institut für Technologie das 21. E-Voting Kolloquium statt. Die seit 2006 europaweit stattfindende Tagung thematisiert verschiedene Aspekte des E-Voting wie rechtliche Hürden, Identitätsmanagement, technische Aspekte und die Verifizierung der Wahl. Die Veranstaltung wird von Prof. Dr. Bernhard Beckert, Prof. Dr. Jörn Müller-Quade und Prof. Dr. Melanie Volkamer sowie Dr. Oskana Kulyk mitorganisiert.

Die Arbeit eines Kryptologen

Am 02.Februar wurde ITI-Mitarbeiter Andy Rupp in die Podcast-Reihe „Resonator“  ,einen Audio-Podcast der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren aufgenommen. Die Podcast-Reihe befasst sich mit Forscherinnen, Forschern und deren Themengebieten. Andy Rupp gibt Aufschluss über die Arbeit eines Theoretikers an Systemen wie Bonuskarten oder Mautsystemen, die die Privatsphäre der User schützen können. Zum Podcast .

Lernende Systeme - Die Plattform für künstliche Intelligenz

KIT-Präsident Holger Hanselka und ITI-Professor Jörn Müller-Quade sind an der BMBF-initiierten Plattform Lernende System beteiligt. Die Plattform soll dazu beitragen, künstliche Intelligenz im Sinne von Mensch und Gesellschaft zu gestalten und so die Lebensqualität zu verbessern. Während der KIT Präsident im Lenkungskreis wirkt, ist Herr Müller-Quade Leiter der Arbeitsgruppe 3, die Fragen zu den Gebieten Sicherheit, Zuverlässigkeit und dem Umgang mit Privatheit thematisiert. Weitere Infos zur Plattform  und zur Arbeitsgruppe .

Datenschleuder Smartphone

Das Smartphone sammelt Daten- immer und überall. Doch was genau das Gerät alles aufzeichnet und wer alles an diese Daten kommen kann ist den meisten nicht bewusst. In der Landesschau Baden-Württemberg erschien am 29.01.2018 ein Beitrag zu diesem Thema , der auch ITI-Mitarbeiter Professor Jörn Müller-Quade als Experten zu diesem Thema befragt.

Link zum Beitrag

Formale Sicherheitsmodelle

Was bedeutet es, dass ein Verschlüsselungsalgorithmus "sicher" ist? Welche Eigenschaften erwarten wir von einer digitalen Signatur? Obwohl es relativ leicht gelingt, intuitive Antworten auf Fragen wie diese zu finden, ist es wichtig - und oft nicht trivial - ihnen einen formalen Rahmen zu geben. Nur über präzise und international einheitliche Definitionen werden Sicherheitsaussagen vergleichbar und können mit der gewünschten mathematischen Genauigkeit bewiesen werden.

Um zu einer vernünftigen Sicherheitsaussage zu kommen ist es allerdings auch notwendig, den Bezug zwischen dem gewählten formalen Modell und der realen Anwendung zu überprüfen. Ein für die Anwendung unzureichendes Modell lässt Raum für potentielle Sicherheitslücken. Beispielsweise genügt es nicht, wenn ein elektronisches Wahlverfahren Geheimhaltung der abgegebenen Stimmen und Korrektheit des Auszählungsergebnisses garantiert. Um Stimmenkauf und Erpressung zu verhindern, darf auch kein Wähler Informationen erhalten, mit welcher er einer dritten Partei beweisen könnte, wie er gewählt hat.

Ein Teil der Forschungsarbeit am IKS besteht in der Untersuchung der Unterschiede bestehender Sicherheitsbegriffe, sowie deren Vereinheitlichung und Erweiterung für neuartige Anwendungen. Im Rahmen von KASTEL untersuchen wir ferner gemeinsam mit anderen Instituten die Formalisierung von Sicherheitseigenschaften, die keinen direkten Bezug zur Kryptographie (im klassischen Sinne) haben. Exemplarisch seien hier Verfügbarkeitsanforderungen an Server in Netzwerken oder Privacy-Eigenschaften von Datenbanken genannt.

Des Weiteren beschäftigt sich Forschung auf dem Gebiet der formalen Sicherheitsmodelle mit der Frage, ob und wie sich Aussagen über die Sicherheit für Kompositionen von Systemen, die für sich allein genommen sicher sind, machen lassen. Unsere Vision ist es, den Aufwand zum Nachweis von Sicherheitseigenschaften so weit zu drücken, dass das Führen eines Sicherheitsbeweises für jede kritische Softwarekomponente bzw. jedes kritische Protokoll zur Selbstverständlichkeit wird. Oben genannte Kompositionsaussagen und computergestützte Sicherheitsbeweise (siehe auch Symbolische Kryptographie) sind zwei Bausteine auf dem Weg zu diesem Ziel.